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Google Business Profile einrichten

Das Google Business Profile ist der Eintrag, der bei lokalen Suchen in der Karte über den normalen Suchergebnissen erscheint. Einrichten heißt: Eintrag anlegen oder beanspruchen, Adresse bestätigen, eine passende Hauptkategorie wählen, Leistungen und Öffnungszeiten ergänzen, echte Fotos hochladen und um Bewertungen bitten. Für einen lokalen Betrieb bringt ein gepflegtes Profil meist mehr Anfragen als die eigene Website.

Warum der Eintrag wichtiger ist als die Website

Wer nach einem Betrieb in der Nähe sucht, sieht zuerst eine Karte mit drei Einträgen, das sogenannte Map Pack. Erst darunter beginnen die klassischen Ergebnisse. Ohne Profil bist du in diesem Bereich nicht vorhanden, unabhängig davon, wie gut deine Website ist. Für Handwerk, Gastronomie, Praxen und Handel entscheidet sich dort ein großer Teil der Sichtbarkeit.

Dasselbe gilt inzwischen für KI-Systeme. Fragt jemand einen Chatbot nach einem Installateur in der Region, stammen die Antworten aus öffentlichen Einträgen, Karten und Verzeichnissen — nicht aus dem, was du auf deiner eigenen Seite über dich schreibst. Ein vollständiger, widerspruchsfreier Eintrag ist damit doppelt nützlich.

Schritt für Schritt

1. Anlegen oder beanspruchen

Suche zuerst nach deinem Betriebsnamen. Oft existiert schon ein automatisch erzeugter Eintrag, den du beanspruchen kannst statt einen zweiten anzulegen. Zwei Einträge für denselben Betrieb sind der schlimmste Zustand: die Signale teilen sich auf, und Kunden landen abwechselnd auf veralteten Daten. Die Bestätigung erfolgt je nach Fall per Postkarte, Telefon, E-Mail oder Video.

2. Hauptkategorie wählen

Die Hauptkategorie ist die wichtigste Einstellung im ganzen Profil, weil sie bestimmt, bei welchen Suchen du überhaupt in Frage kommst. Wähle sie so genau wie möglich und nicht so breit wie möglich. Weitere Kategorien kommen als Nebenkategorien dazu, aber nur solche, die du wirklich anbietest.

3. Leistungen, Zeiten, Gebiet

Trage die einzelnen Leistungen ein, jede mit einer kurzen Beschreibung. Öffnungszeiten gehören gepflegt, inklusive Feiertagen — falsche Zeiten sind ein häufiger Grund für schlechte Bewertungen. Wer zum Kunden fährt statt Kundschaft zu empfangen, richtet den Eintrag als Dienstleistungsgebiet ein und gibt die Regionen an, statt eine Ladenadresse vorzutäuschen.

4. Fotos und Beiträge

Echte Fotos vom Betrieb, von Mitarbeitern und von fertigen Arbeiten wirken deutlich besser als Bilddatenbank-Material, das Besucher sofort erkennen. Beiträge sind kurze Meldungen im Profil, etwa zu Aktionen oder Urlaubszeiten. Sie sind keine Pflicht, zeigen aber, dass der Eintrag betreut wird.

NAP-Konsistenz

NAP steht für Name, Adresse, Telefonnummer. Diese drei Angaben müssen überall identisch sein: im Profil, im Impressum, auf der Website, in Branchenverzeichnissen und in Kartendiensten. Google nutzt sie, um Einträge aus verschiedenen Quellen derselben Firma zuzuordnen. Unterschiedliche Schreibweisen — eine alte Adresse hier, eine Handynummer dort, ein Zusatz im Namen — schwächen genau diese Zuordnung.

Angaben, die überall gleich sein müssen
Nameexakt derselbe Wortlaut
Adressegleiche Schreibweise
Telefoneine Hauptnummer
Websiteeine kanonische URL

Bewertungen sind der stärkste lokale Faktor

Anzahl, Aktualität und Inhalt der Bewertungen wirken sich stark darauf aus, wer im Map Pack erscheint — und sie entscheiden, wer von den angezeigten Betrieben angerufen wird. Ehrlich darum bitten heißt: direkt nach einer erledigten Arbeit fragen, den Link mitgeben oder als QR-Code auf die Rechnung drucken, und danach auf jede Bewertung sachlich antworten, auch auf kritische. Was nicht geht: Bewertungen kaufen, Freunde ohne Kundenkontakt schreiben lassen oder eine Gegenleistung anbieten. Das verstößt gegen die Richtlinien und kostet im schlechtesten Fall den Eintrag.

Die häufigsten Fehler

  • Keywords im Namen. Der Eintrag muss den Namen tragen, der auch am Schild steht — nicht den Namen samt Leistungsbeschreibung.
  • Doppelte Einträge, etwa ein alter und ein neuer nach einem Umzug. Zusammenführen statt nebeneinander laufen lassen.
  • Profil einmal angelegt und dann vergessen. Geänderte Zeiten, neue Leistungen und Anfragen im Postfach bleiben sonst unbeantwortet.
  • Falsche Kategorie, weil sie breiter klingt. Sie bringt Anfragen von Leuten, die etwas anderes suchen.
  • Widersprüchliche Daten zwischen Profil, Website und Verzeichnissen.

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